Hjorth & Rosenfeldt – Der Mann, der kein Mörder war

Die Motivation solch “dicke Dinger” anzufangen, zumal es sich um unbekannte Autoren einer eigentlich durchgekauten Materie (“Schweden-Krimis”) handelt, hielt sich zunächst in Grenzen. Nach den ersten hundert Seiten stellt sich aber durchaus Lesevergnügen ein, was an der (wieder mal) sehr gebrochenen Gestalt des Psychologen liegen dürfte, der trotz seiner Macken und trotz (oder wegen) seine Umgangs mit den forschen Kollegen, mehr und mehr an Form und Sympathie gewinnt. Die Story ist am Ende dann doch ein wenig zu wirr und konstruiert, die Wege zur Lösung verschlungen und voller Sackgassen. Und leider stellt sich in der Tat die Masse des Buches als Nachteil dar, denn es stellt sich Langeweile ein. Ein Drittel weniger wäre möglich gewesen, ohne das Spannung oder Story hätten leiden müssen. Der Nachfolger muss noch ein wenig warten, ich muss mich erst erholen und neu motivieren.

 

keinmoerder